…hier waren einfach nur toll. Mein Hotel (Dunes Inn – für den Preis ganz ok) für die ersten Tage liegt direkt am Sunset Bvld. an der Ecke zum N Wilton Pl., also zu Fuss gut 30 Minuten von Hollywood entfernt.
Am ersten Tag ist mir gleich mal was Lustiges passiert: Müde von der langen Reise habe ich mich ins Bett gelegt und bin auch schnell eingeschlafen. Um etwa 14.00 bin ich dann am Donnerstag erwacht und habe mich geduscht, angezogen, das Zimmer geordnet und wollte gerade raus in Richtung Hollywood und Walk of Fame gehen, als ich bemerkte, dass es draussen verdächtig ruhig war. Lustigerweise hatte ich nicht bemerkt gehabt, dass es erst zwei Uhr in der Nacht war, also bin ich zurück ins Bett und habe dann bis zum nächsten Nachmittag durchgeschlafen.
Am Donnsertag habe ich die UCLA zum ersten mal besucht. Zufälligerweise gibt es direkt vor meinem Hotel eine Haltestation, an der ein direkter Bus zur UCLA anhält. Der ganze Trip dauert etwa eine halbe Stunde und kostet schlappe 1.25$. Die Fahrt ist wirklich interessant und eindrücklich. Man fährt zuerst vom „normaleren“ Little Albania in das Gebiet von Hollywood, die Grossmärkte weichen langsam den Imbissen und grösseren Läden. Danach kommt man ins Gebiet von West Hollywood, hier gibt es coole Klubs und einige Szeneläden. Bis hier war der Sunset Blvd. geradelinig. Nun aber fährt man an den Hügeln entlang, der Blvd wid kurvig, die Gegend immer grüner – bis man das „Beverly Hills“ Schild sieht, das mir sehr bekannt vorgekommen ist. Nun sieht man immer mal wieder zwischen den Büschen in grosse Anwesen hinein und fährt am bekannten „Beverly Hills Hotel“ vorbei, wo auch Marilyn Monroe einige Zeit gewohnt hat. Danach gehts eigentlich nahtlos zu „Bel Air“ über, wo ich schmunzeln musste, da ich an die Sitcom mit dem jungen Will Smith denken musste. Kurz nach Bel Air kommt dann auch schon die UCLA.
Der Campus ist einfach riesig! Ich bin an diesem Tag alle Gebäude abgelaufen, die in meinen Unterlagen erwähnt wurden und habe – mit Ruhepausen und Innehalten zum Kartelesen oder Staunen – gut zwei Stunden gebraucht. Obwohl oft an den Gebäuden steht, dass man nur mit einer Karte eintreten kann, kam ich überall hinein. Jeder, der mich besuchen kommt, muss echt mal über den Campus laufen, es ist sehr eindrücklich. Nach dem Rundgang wollte ich mir noch die Studentenkarte holen, aber das Büro war leider gerade an dem Tag wegen Umbau geschlossen. Also bin ich wieder in den Bus gestiegen und Richtung L.A. abgedüst.
Später war ich dann endlich auf dem Walk of Fame und hatte wieder einmal Glück: Wie damals in London war auch hier zu meinem Erstaunen der rote Teppich ausgelegt. In London war es ja damals die Europapremiere von „Miami Vice“ mit Collin Farell und Jamie Foxx, die ich da auch gesehen hatte. Hier im Kodak Theater jedoch war die Verlosung des „Daytime Emmy Awards“, da ich aber etwa um fünf weiter gegangen bin, habe ich nicht viele Promis gesehen. Wirklich erkannt habe ich nur Tyra Banks. Ich habe noch einige Sterne fotographiert und bin dann aber wieder zurück ins Hotel, knapp 100° F gehen schnell an die Konsistenz
Am Samstag bin ich dann nochmal raus zur UCLA gefahren, um die Studentenkarte zu holen, was ganz schnell ging. Danach bin ich auf dem Weg in die Stadt mitten in Beverly Hills ausgestiegen, um mir den Greystone Park anzusehen. Der Park ist das ehemalige Anwesen vom Öl-Tycoon-Erben Ned Doheny, der dort 1929 ermordet wurde. Seitdem gehört das Anwesen der Stadt und sie haben es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Mansion ist meistens leer und deshalb, sowie wegen des Mordes, ziemlich gruselig. Filme wie „Ghostbusters“ oder „The Witches of Eastwick“ wurden hier zum Teil gedreht. Die Aussicht aber ist einfach tierisch schön, man kann die ganze Stadt überblicken. Wenn ich noch herausfinde, wie ich Fotos von meinem Handy auf meinen Laptop ohne mein Kabel, das zu Hause im Schrank liegt, bringe, werde ich sie hier noch uploaden.
Den Rest des Tages habe ich dann auf dem Walk of Fame verbracht, der wieder für alle offen war. Hier und da habe ich einen Stern fotographiert, auch ein paar Abdrücke vor dem Chinese Theater, habe mich dann aber ziemlich bald in ein Restaurant gesetzt (The Hungry Cat – sehr empfehlenswert). Am Abend bin ich noch ins Arc Lights Cinema gegangen und habe mir „Kung Fu Panda“ angeguckt – ein lustiger Film, der mir Beni empfohlen hatte. Die Preise da sind zu meinem Verwundern etwa gleich hoch, wie bei uns.
Gestern habe ich den ganzen Tag dann auf dem Campus der UCLA verbracht, eingecheckt usw. Davon schreibe ich euch aber morgen. Nun treffe ich mich noch mit ein paar Mitstudenten, wir wollen noch etwas Westwood erforschen.
Gute Nacht, bzw. schönen Tag euch allen
Christian